Dies ist eine neue Technik mit der ich mich zurzeit beschäftige.

Einige meiner Arbeiten beinhalten langwierige und komplexe Arbeitsprozesse, die einen begrenzten Raum für intuitives, spontanes Handeln lassen. 

Manchmal kommt der Punkt, an dem sich eine vertraute Technik erschöpft, und das Verlangen nach etwas Neuem entsteht, was immer einhergeht mit inneren Bedürfnissen.

 Das ist mit „ Suchen“ verbunden, also auch mit „ Finden“, und so experimentiere ich, denke über Möglichkeiten nach, und irgendwann finde ich dann etwas. In diesem Fall habe ich mich mit Acrylgießtechniken auseinandergesetzt, wollte „Zellen“ entstehen lassen, war aber lange unbefriedigt mit den Ergebnissen. Es gibt so etwas wie“ Rezepte“ für diese Techniken, die habe ich konsultiert und wieder einmal festgestellt, dass mich Rezepte, im Sinne von“ Gebrauchsanweisungen“ langweilen, ich suche meine eigenen Resultate. Wenn diese erscheinen weiß ich es intuitiv.  Erklären lässt sich das nicht. Manchmal probiere ich stundenlang etwas aus, bevor ich beginne zu erkennen, dass da etwas Gutes entsteht. Es geht genau um dieses „Erkennen“, also um das "Sehen". Und darum zu wissen, wann ein Bild fertig ist.  Es bedarf nur einer kleinen Unaufmerksamkeit, und man hat etwas Schönes vielleicht zerstört. Das ist denke ich der Unterschied zwischen Kunst und Handwerk, wenn man im Handwerk etwas falsch macht, beginnt man von Vorne, oder korrigiert seinen Fehler, bei solchen intuitiven, spontanen Bildern sind die Arbeitsprozesse nicht wiederholbar. So ein Bild lässt sich nicht kopieren, außer als Kunstdruck. Es ist Ausdruck eines bestimmten Moments, eines Lebenszustands. Ich brauche Ruhe und Alleinsein für meine Arbeit, nie könnte ich etwas Wertvolles schaffen, indem ich mich dabei unterhalte, oder jemand anderes einfach nur präsent ist. Und dementsprechend bedarf es auch einer bestimmten“ seelischen Verfassung“, und die ist nicht abrufbar.

In diesen Acrylbildern sollen die Farben mit Hilfe von Luft direkt auf der Malfläche miteinander kommunizieren und so habe ich versucht, sie mittels Fön und Strohhalm  ins Fließen und in Bewegung zu bringen, aber erst mit der Entdeckung der Möglichkeiten eines Druckluftkompressors  stellten sich gewünschte Resultate ein.

Dieser ist hier mein neuer Pinsel und so können die Farben ineinander und miteinander zerfließen, und werden von Luft in Bewegung gebracht.

Der Maluntergrund variiert dabei, in einigen Fällen besteht er einfach nur aus Leinwand, in anderen kommt eine Gipsstruktur hinzu, die natürlich das Fließverhalten der Farben beeinflusst.

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